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25.09.2025

Interview mit Louis Kolbe (SV Sandhausen)

Sandhausens Louis Kolbe: "Es kommt jede Menge Wucht auf uns zu"

Louis Kolbe, der für seinen neuen Verein SV Sandhausen in der Regionalliga Südwest bisher in allen acht Saisonspielen in der Startelf stand und einen Treffer erzielte, trifft mit dem SVS zum Auftakt des 9. Spieltages am Freitag, 19 Uhr, am heimischen Hardtwald auf Kickers Offenbach. Der 21-jahrige Abwehrspieler, der von Eintracht Frankfurt II nach Sandhausen gewechselt war, hat sich mit seinen Teamkollegen viel vorgenommen und will gegen den OFC den zweiten Heimsieg der Saison landen.

Vor dem 9. Spieltag spricht der gebürtige Frankfurter Louis Kolbe im Interview der Woche über den holprigen Saisonstart nach dem Abstieg aus der 3. Liga, seinen Trainer Olaf Janßen und das Wiedersehen mit zahlreichen bekannten Gesichtern.

Am Freitag steht für den SV Sandhausen die Partie gegen Kickers Offenbach an. Wie schätzt Du den Gegner ein, Louis?

Louis Kolbe: Der OFC hat zwar auch mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen, aber dennoch ein sehr gutes Team beisammen. Ich habe in der letzten Saison noch mit Dominik Crljenec bei Eintracht Frankfurt II zusammengespielt, kenne auch Mittelfeldspieler Marc Wachs, der ebenfalls eine Frankfurter Vergangenheit hat. Außerdem habe ich bereits mit OFC-Trainer Kristjan Glibo bei der Eintracht in meinem ersten Jahr bei der U 23 zusammengearbeitet. Ich weiß, dass jede Menge Wucht auf uns zukommt.

Worauf wird es ankommen, um die Punkte im Stadion am Hardtwald zu behalten?

Kolbe: Vor allem Intensität und Leidenschaft sind in diesem Spiel gefragt. Wenn wir bei der Arbeit gegen den Ball alles investieren, dann kommen die anderen Dinge meistens von ganz alleine. Wir müssen unser Herz auf dem Platz lassen und gegen Offenbach alles abrufen.

Was für ein Spiel erwartest Du gegen den OFC, der zwar vier Punkte mehr gesammelt, aber auch nur einen Treffer mehr erzielt hat als der SVS?

Kolbe: Ich erwarte zunächst einmal viele Fans im Stadion und ein brutal intensives Spiel. Für beide Mannschaften geht es um viel. Wir wollen mit einem Sieg den Anschluss an das Mittelfeld herstellen, der OFC will oben angreifen. Von daher erwarte ich nicht nur einen harten Fight, sondern auch ein Spiel auf fußballerisch hohem Niveau.

Wie bewertest Du insgesamt die Ausbeute von nur sieben Punkten aus acht Spielen mit Eurem komplett neuformierten Team?

Kolbe: Keine Frage: Diese Bilanz ist absolut ernüchternd und spiegelt nicht das wider, was wir uns erhofft hatten. Was bislang geschehen ist, wollen wir hinter uns lassen und ab Freitag nur noch nach vorne blicken.

Hat man sich beim SV Sandhausen bereits auf Abstiegskampf eingestellt?

Kolbe: Wir haben genügend Qualität im Kader, gehören nicht in diese Tabellenregion. Wir wissen aber auch, dass wir konstant punkten müssen, wollen damit möglichst schon am Freitag anfangen.

Was stimmt Dich positiv, dass unter Flutlicht der dritte Saisonsieg gelingt?

Kolbe: Jeder bei uns hat begriffen, worum es geht und was zu tun ist. Die Stimmung im Team ist trotz der nicht so guten Ergebnisse positiv. Der Glaube an unsere Leistungsfähigkeit ist vorhanden, deshalb bin ich guter Dinge.

Warum bist Du im Sommer von Eintracht Frankfurt II zum SV Sandhaussen gewechselt?

Kolbe: Ich wollte einen Neuanfang in einer Herrenmannschaft starten, bin im Sommer als erster SVS-Neuzugang vorgestellt worden. Unabhängig von den bisherigen Ergebnissen habe ich meinen Wechsel nicht bereut. Ganz im Gegenteil: Mit Olaf Janßen haben wir einen erfahrenen Trainer, der die Entwicklung junger Spieler vorantreibt. Davon werde auch ich profitieren.

Mit Eintracht Frankfurt II konntest Du in der letzten Saison den Abstieg nicht verhindern. Mit welcher Erwartungshaltung bist Du zum SVS gewechselt?

Kolbe: Mit der Erwartung, dass ich mich als Spieler und Persönlichkeit weiterentwickeln kann und dass wir viele Spiele gewinnen werden. Ich habe nicht direkt an den Aufstieg gedacht, denn dafür muss in einer Saison viel zusammenkommen. Was bis jetzt dabei herausgekommen ist, haben wir uns alle aber anders vorgestellt.

Was kann man vom SV Sandhausen in dieser Spielzeit noch erwarten?

Kolbe: Dass wir in jedem Spiel unser Herz auf dem Platz lassen und dass wir alles unternehmen werden, um schnellstmöglich die untere Tabellenregion zu verlassen. Wir wollen uns nicht dem Vorwurf aussetzen, dass es an Leidenschaft gefehlt hat.

Was hast Du Dir persönlich für diese Saison vorgenommen?

Kolbe: Ich möchte dem Team möglichst in jedem Spiel helfen und will so viele Tore und Assists wie möglich zum mannschaftlichen Erfolg beisteuern.

Autor: Peter Haidinger/MSPW



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