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29.04.2026

Vorschau 32. Spieltag

Nach Trainerwechsel: Stuttgarter Kickers empfangen FC 08 Homburg

Am 32. Spieltag in der Regionalliga Südwest finden sieben der neun Begegnungen gleichzeitig am Samstag ab 14 Uhr statt. Darunter ist auch das Spiel der Woche. Bereits bei einem Remis am Samstag (ab 14 Uhr) bei der zweiten Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 wäre die SG Sonnenhof Großaspach auch rechnerisch nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Neben einem Ausrutscher des Tabellenführers müsste Verfolger SGV Freiberg Fußball gleichzeitig bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz auch noch seine Serie von vier Niederlagen mit einem Dreier beenden, um auch weiterhin eine minimale Chance zu haben. Der inzwischen auf den vierten Platz gekletterte SV Sandhausen hat Heimrecht gegen den TSV Schott Mainz. Mit dem TSV Steinbach Haiger und der zweiten Mannschaft des SC Freiburg treffen zwei zuletzt formstarke Teams aufeinander.

Kickers Offenbach könnte ebenfalls am Samstag ab 14 Uhr mit einem Erfolg gegen den FC-Astoria Walldorf den Anschluss an die sicheren Nichtabstiegsplätze wieder herstellen. Ein Duell zweier bereits als Absteiger feststehender Teams liefern sich die TSG Balingen Fußball und der Bahlinger SC. Der FSV Frankfurt strebt nach einer herben Heimniederlage (0:6 gegen den TSV Steinbach Haiger) nun beim FC Bayern Alzenau Wiedergutmachung an.

Die Stuttgarter Kickers bestreiten am Sonntag (ab 14 Uhr) gegen den FC 08 Homburg ihr erstes Spiel nach der vorgezogenen Trennung von Trainer Marco Wildersinn. Außerdem stehen sich gleichzeitig der SV Eintracht-Trier und der KSV Hessen Kassel gegenüber, die grundverschiedene Englische Wochen hinter sich haben.

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SV Sandhausen - TSV Schott Mainz
Vor dem Heimspiel am Samstag (ab 14 Uhr) gegen den TSV Schott Mainz kann sich der SV Sandhausen zumindest noch Hoffnungen auf den dritten Rang machen. Nach dem 2:1 beim FC Bayern Alzenau - dem mittlerweile vierten Dreier am Stück - ist der ehemalige Zweitligist bereits punktgleich mit der drittplatzierten zweiten Mannschaft des 1. FSV Mainz 05. "Es war eine intensive Woche mit drei Spielen für uns. Deshalb sind wir sehr glücklich, dass wir alle drei Partien gewinnen konnten", so Interimstrainer Kevin Stotz. "Das Ergebnis ist am Ende gar nicht so entscheidend."
Für den TSV Schott Mainz ist nach einem Jahr in der Regionalliga Südwest der direkte Wiederabstieg nicht mehr zu verhindern. Dennoch konnte das Team von Trainer Samuel Horozovic zuletzt mit dem 3:1 gegen die Stuttgarter Kickers die Serie von vier Niederlagen beenden und zumindest die Chance auf Rang 15 wahren. "Trotz eines Rückstands haben wir uns am Ende verdient mit einem Heimsieg belohnt", lobte der 29-jährige Chefcoach, der den Verein am Saisonende verlassen wird. "Nach der intensiven Englischen Woche können wir nun ein wenig durchatmen, bevor wir den Fokus auf das nächste Spiel richten." Im ersten Duell mit dem SV Sandhausen unterlagen die Mainzer 0:2.

Kickers Offenbach - FC-Astoria Walldorf
Kickers Offenbach muss auch das Heimspiel am Samstag (ab 14 Uhr) gegen den FC-Astoria Walldorf von einem potenziellen Abstiegsplatz in Angriff nehmen. Der OFC hatte am zurückliegenden Wochenende beim Mitkonkurrenten SV Eintracht-Trier 1:2 das Nachsehen. "Wenn man ehrlich ist, sind wir in den ersten 15, 20 Minuten überrannt worden", räumte Trainer Mark Zimmermann ehrlich ein. "Es hätte schon viel früher 0:1 stehen können. Ich bin mit der ersten Halbzeit absolut nicht einverstanden. Wir konnten leider nicht an die Leistung anknüpfen, die wir zuvor zu Hause gezeigt hatten."
Beim FC-Astoria Walldorf sorgte die Englische Woche noch nicht für eine Trendumkehr. Gegen den SC Freiburg II (2:3) klappte es auch im fünften Versuch nicht mit dem 13. Saisonsieg. "Man merkt, dass wir in den letzten Wochen nur wenige Erfolgserlebnisse hatten, da spielt der Kopf eine große Rolle", meint Trainer Andreas Schön. "Wir haben aber Moral gezeigt, am Ende hätten wir uns beinahe für den Aufwand noch belohnt." Theodoros Politakis wird das Duell mit dem OFC aufgrund seiner zehnten gelben Karte verpassen. Im Hinspiel behielt Walldorf 4:2 die Oberhand.

TSV Steinbach Haiger - SC Freiburg II
Die zweite Mannschaft des SC Freiburg bewegt sich vor dem Auswärtsspiel am Samstag (ab 14 Uhr) beim TSV Steinbach Haiger in großen Schritten auf die obere Tabellenhälfte zu. Das 3:2 beim Tabellennachbarn FC-Astoria Walldorf war für den Nachwuchs des Bundesligisten schon der fünfte Sieg nacheinander. "In der Regionalliga ist jedes Spiel brutal eng", betont Trainer Bernhard Reis. "Hintenraus hatten wir das nötige Spielglück, dass unser Torhüter den Elfmeter gut gehalten hat", so der 50-Jährige mit Blick auf die Parade von Kilian Katz gegen den Versuch von Maximilian Waack. Patrick Lienhard und Rouven Tarnutzer haben ihre Gelbsperren abgesessen und sind wieder spielberechtigt.
Auf immerhin drei Siege nacheinander bringt es derzeit der TSV Steinbach Haiger. Dabei ging es nach dem 6:0 gegen den TSV Schott Mainz auch im Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt (6:0) äußerst torreich zu. "Das Spiel so deutlich zu gewinnen, ist eine Hausnummer", sagte TSV-Trainer Hüsni Tahiri. "In den ersten Minuten haben es noch nicht so gut gemacht, da kann das Spiel auch anders laufen. Wir waren dann aber sehr effektiv. Den Sieg nehmen wir gerne mit." Im ersten Aufeinandertreffen mit den Freiburgern (2:3) gab es für den TSV Steinbach Haiger trotz einer Zwei-Tore-Führung keine Punkte.

SG Barockstadt Fulda-Lehnerz - SGV Freiberg Fußball
Die Chancen des SGV Freiberg Fußball auf den Titelgewinn sind vor der Partie am Samstag (ab 14 Uhr) bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz wohl nur noch theoretisch. Durch das 1:2 gegen den 1. FSV Mainz 05 II - der vierten Niederlage in Serie - beträgt der Rückstand auf die Tabellenspitze drei Spiele vor Schluss neun Punkte und 18 Tore. "Das ist hart. Nach der zuvor gezeigten Leistung im Saisonverlauf ist das auch traurig", so Trainer Kushtrim Lushtaku, der nun in Fulda auf seinen gesperrten Kapitän Marco Kehl-Gomez (Gelb-Rote Karte) verzichten muss. "Die Jungs müssen sich straffen und raffen. Es sind noch drei Spiele, in denen sie sich von ihrer besten Seite zeigen und den Klub repräsentieren müssen. Die Endphase, in der es um alles geht, macht viel mit den Köpfen. Viele unserer Jungs hatten diese Situation noch nicht. Man muss an diesen Dingen wachsen und daraus lernen."
Für die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz war in der zurückliegenden Englischen Woche jedes Ergebnis dabei. Nach dem 0:1 beim SV Sandhausen und dem 2:1 gegen den KSV Hessen Kassel sprang beim FC 08 Homburg nach einem Rückstand noch ein 1:1 heraus. "Wir haben momentan das nötige Selbstvertrauen, um mit solchen Situationen umzugehen", so Trainer Daniyel Cimen. "Wir haben es schnell geschafft, den Ausgleich zu erzielen. In der letzten Viertelstunde ist es uns dann aber nicht mehr so gelungen, uns klare Tormöglichkeiten herauszuspielen, um doch noch drei Punkte mitzunehmen. Dennoch nehmen wir den Zähler zum Abschluss der Englischen Woche gerne mit." 1:1 trennte sich Fulda-Lehnerz auch in der ersten Saisonhälfte vom SGV Freiberg Fußball. Nunoo Sarpei darf nach seiner Gelbsperre wieder mitwirken.

FC Bayern Alzenau - FSV Frankfurt
Der FC Bayern Alzenau machte vor dem Heimspiel am Samstag (ab 14 Uhr) gegen den FSV Frankfurt seinen ersten externen Zugang für die kommende Saison perfekt. Vom Gruppenligisten Germania Großkrotzenburg wechselt Nicolas Pusch Rodriguez nach Alzenau. Der 18-Jährige wurde unter anderem in den Nachwuchsleistungszentren von Eintracht Frankfurt und des FSV Frankfurt ausgebildet und kommt - obwohl er aktuell noch für die A-Junioren spielberechtigt wäre - in seinem ersten Jahr im Herrenbereich auf 16 Tore in 25 Spielen.
Tim Görner, Trainer des FSV Frankfurt, erwartet in Alzenau einen wesentlich besseren Auftritt seines Teams. Die Frankfurter waren beim 0:6 gegen den TSV Steinbach Haiger erstmals seit sieben Begegnungen wieder leer ausgegangen. "Das ist für uns zu Hause ein beschämendes Ergebnis", sprach der 30-Jährige Klartext. "Es war ein gebrauchter Tag, an dem viel gegen uns gelaufen ist. Dennoch darf man sich nicht so vorführen lassen. In Alzenau und auch danach in unserem letzten Heimspiel wollen wir eine Reaktion auf dieses Endergebnis zeigen." Während Phil Kemper, der das erste Duell mit Alzenau (4:0) verpasst hatte, von einer Gelbsperre zurückkehrt, fehlt nun Giorgio Del Vecchio aufgrund seiner zehnten Verwarnung.

TSG Balingen Fußball - Bahlinger SC
Der TSG Balingen Fußball fehlte nicht viel, um das Duell am Samstag (ab 14 Uhr) mit dem Mitabsteiger Bahlinger SC mit einem Erfolgserlebnis im Rücken angehen zu können. In der Partie beim KSV Hessen Kassel (2:2), zu der das Team von Trainer Murat Isik aufgrund der Entfernung mit dem Zug angereist war, kassierte die TSG den Ausgleich erst in der Nachspielzeit. "Natürlich war es ein langer, aber auch sehr gelungener Trip", so Co-Trainer Philipp Reitter. "Mit ein wenig Glück hätten wir sogar einen Sieg mit auf die Heimfahrt nehmen können." Sein "Chef" Murat Isik wird den Verein zum Saisonende verlassen. Er wurde in dieser Woche als künftiger Sportdirektor beim stark abstiegsbedrohten Drittligisten SSV Ulm 1846 Fußball vorgestellt.
Der Bahlinger SC, der im Hinspiel gegen die TSG Balingen Fußball (4:3) einen von bislang drei Saisonsiegen einfahren konnte, hat einen weiteren Spieler an sich gebunden. Kolja Herrmann wird trotz des bereits feststehenden Abstiegs in seine fünfte Saison beim Schlusslicht gehen. Der 29-Jährige hat seit 2022 insgesamt 137 Partien für den BSC bestritten. "Kolja ist ein hervorragend ausgebildeter und erfahrener Spieler, der durch seine Vielseitigkeit flexibel auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt werden kann", lobt Sportvorstand Walter Adam.

Stuttgarter Kickers - FC 08 Homburg
Wenn die Stuttgarter Kickers am Sonntag (ab 14 Uhr) den FC 08 Homburg empfangen, dann wird nicht mehr Marco Wildersinn bei den Gastgebern an der Seitenlinie stehen. Die Schwaben haben nach dem 1:3 beim TSV Schott Mainz die zum Saisonende geplante Trennung vom 45-Jährigen vorgezogen. Bis der künftige Kickers-Trainer Holger Bachthaler (aktuell beim FV Illertissen in der Regionalliga Bayern tätig) sein neues Amt antreten wird, betreut der bisherige Co-Trainer Kerem Arslan gemeinsam mit Julian Leist und Jakob Braun das Team. "Mein größter Hebel ist, in die Köpfe der Spieler zu kommen", so Kerem Arslan. "Das macht man durch Gespräche, aber auch durch gute Übungen und Spielformen im Training."
Der FC 08 Homburg musste sich zuletzt - wie schon zu Beginn der Englischen Woche gegen den FSV Frankfurt (1:1) - auch gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz mit einem 1:1 zufriedengeben. "In letzter Zeit ist es leider häufiger vorgekommen, dass wir mit einer 1:0-Führung nicht gut umgehen konnten", bemängelt FCH-Trainer Roland Seitz, der nun auf den rotgesperrten Angreifer Oliver Kovacic und Armend Qenaj (fünfte Gelbe Karte) verzichten muss. "Dennoch haben die Jungs in 45 Minuten Unterzahl noch einen guten Job gemacht. Wir haben nicht verloren, das tut uns ganz gut." Im Hinspiel klappte es für die Homburger mit der vollen Ausbeute gegen die Stuttgarter Kickers (2:1). Beide Teams waren in dieser Woche noch in ihrem jeweiligen Landespokal aktiv.

SV Eintracht-Trier - KSV Hessen Kassel
Ganz gegensätzliche Englische Wochen erlebten der SV Eintracht-Trier und der KSV Hessen Kassel, die sich am Sonntag (ab 14 Uhr) im direkten Duell gegenüberstehen. Die Trierer schraubten ihre positive Ausbeute durch das 2:1 gegen Kickers Offenbach auf sieben von neun möglichen Zählern aus drei Partien innerhalb weniger Tage hoch. "Ich muss mich kneifen, dass wir in dieser Englischen Woche Siege gegen Schwergewichte wie Homburg und Offenbach geholt haben", freute sich Trainer Thomas Klasen. "Vor einer Woche war in unserem Umfeld Untergangsstimmung, weil wir 0:0 gegen Walldorf spielen. Jetzt haben wir 43 Punkte und damit zwei mehr als zum Ende der Vorsaison. Und wir haben noch drei Spiele in der Hinterhand und ein Pokalfinale. Ich hoffe, das Umfeld hat jetzt auch noch einmal gemerkt, dass diese Mannschaft mit Herzblut spielt und immer an ihre Grenzen geht."
Der KSV Hessen Kassel wäre dagegen fast im dritten Spiel nacheinander leer ausgegangen. Ein Tor in der Nachspielzeit sicherte dem Team von Trainer René Klingbeil zumindest noch ein 2:2 gegen Absteiger TSG Balingen Fußball. "Ein Punkt aus der Englischen Woche war nicht unser Anspruch", gab KSV-Torschütze Benjamin Girth zu. "Wir müssen uns ankreiden, dass wir aus dem, was wir offensiv reingeworfen haben, zu wenig Ertrag rausbekommen haben. Das sind Dinge, die wir aufarbeiten und besser machen müssen, um für die letzten drei Spiele noch einmal alles investieren zu können."

Text: MSPW



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