OFC-Neuzugang Onur Ünlücifci vor Derby: "Fans sind unser zwölfter Mann"
Im hessischen Traditionsduell zwischen Kickers Offenbach und dem FSV Frankfurt kommt es am 2. Spieltag in der Regionalliga Südwest am Samstag ab 14 Uhr für OFC-Neuzugang Onur Ünlücifci zu einem schnellen Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. Der 27-jährige Mittelfeldspieler durchlief beim FSV Frankfurt die Nachwuchsabteilungen, bevor er über die Stationen FC Würzburger Kickers, SG Sonnenhof Großaspach, SV Waldhof Mannheim und zuletzt erneut FSV Frankfurt jetzt beim OFC einen Vertrag unterschrieb.
Im aktuellen Regionalliga-Südwest-Interview vor dem "Spiel der Woche" spricht der gebürtige Frankfurter über das Wiedersehen mit seinen Ex-Kollegen, das Derby am Bieberer Berg und seine persönlichen Ziele.
Am Samstag treffen Sie in der Regionalliga Südwest bei der Heimpremiere für Kickers Offenbach ausgerechnet auf Ihren Ex-Klub FSV Frankfurt. Haben Sie mit so einem schnellen Wiedersehen gerechnet, Herr Ünlücifci?
Onur Ünlücifci: Dass es so schnell passiert, damit habe ich tatsächlich nicht gerechnet. (lacht) Es ist schon etwas Besonderes, gleich im ersten Heimspiel gegen seinen ehemaligen Verein anzutreten. Ich freue mich deshalb umso mehr auf das Derby und auf das Wiedersehen mit den alten Kollegen.
Sie haben bereits einige Derbys am Bieberer Berg erlebt. Wie blicken Sie auf die bisherigen Duelle zurück?
Ünlücifci: Mit dem FSV auf dem Bieberer Berg zu spielen, war kein Zuckerschlecken. Die OFC-Fans sind im wahrsten Sinne des Wortes wie ein zwölfter Mann. Ich freue mich, jetzt hier bei den Kickers zu spielen. Das gibt mir ein gutes Gefühl.
Welche Partie gegen den OFC ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben?
Ünlücifci: Im Halbfinale um den Hessenpokal 2022/2023 waren wir mit einem 3:2-Sieg gegen den OFC in die nächste Runde eingezogen und hatten uns später mit einem Finalsieg gegen den TSV Steinbach Haiger für den DFB-Pokal qualifiziert. Leider sind wir damals im Elfmeterschießen gegen den FC Hansa Rostock ausgeschieden.
In der abgelaufenen Saison hatten Sie elf Tore und sieben Vorlagen für den FSV Frankfurt beigesteuert. Wo sehen Sie ihre Stärken und in welchen Bereichen wollen Sie sich noch verbessern?
Ünlücifci: Ich habe in der letzten Saison viele Tore aus der Distanz erzielt. Ich hoffe, dass ich meine Torgefährlichkeit auch in Offenbach beibehalten und so der Mannschaft helfen kann. Ich bin im Mittelfeld variabel einsetzbar, möchte beim OFC Verantwortung übernehmen. Meinen schwächeren rechten Fuß und auch mein Kopfballspiel möchte ich verbessern.
Im ersten Saisonspiel beim Drittliga-Absteiger SC Freiburg II musste sich der OFC mit einem 2:2 zufriedengeben. Was hat für einen Dreier gefehlt?
Ünlücifci: Wir hatten eine gute Spielanlage, aber die Durchschlagskraft im letzten Drittel war ausbaufähig. Ich hoffe, dass uns am Samstag im Derby der erste Dreier gelingt.
Sie wurden nach einer Stunde ausgewechselt. Wie zufrieden waren Sie mit Ihrer Perfomance?
Ünlücifci: Ich bin relativ spät zur Mannschaft gestoßen. Mir fehlte daher noch die nötige Fitness, um über 90 Minuten zu marschieren. Von daher ist noch Luft nach oben.
Wie haben Sie sich fit gehalten und sind Sie bereits wieder bei 100 Prozent?
Ünlücifci: Ich hatte in einem Fitness-Studio viel mit einem Personal Trainer gearbeitet. Jedes Training beim OFC tut mir gut und mittlerweile sehe mich auch fast bei 100 Prozent. Die Regionalliga Südwest ist extrem stark und es gibt unglaublich viele attraktive Spiele. Ich bin heiß, möchte so viele Spiele wie möglich bestreiten.
Mit OFC-Innenverteidiger Noel Knothe hatten Sie beim FSV Frankfurt bereits zusammengespielt. Wie gut haben Sie sich sonst bereits eingelebt?
Ünlücifci: Ich wurde vom Team sehr gut aufgenommen und habe mich gut eingelebt. Dass ich Noel schon kannte, war sicherlich kein Nachteil.
Welche persönlichen Ziele verfolgen Sie mit dem OFC?
Ünlücifci: Auch wenn es sich vielleicht wie eine Floskel anhört: Generell richte ich meinen Fokus nur von Spiel zu Spiel. Wir wollen das Derby gegen den FSV Frankfurt gewinnen und möglichst in einen Flow kommen. Grundsätzlich will ich oben mitspielen.
Im DFB-Pokal trifft Kickers Offenbach am 19. August auf den Zweitligisten 1. FC Magdeburg. Was muss passieren, damit der OFC eine Runde weiterkommt?
Ünlücifci: Ich freue mich auf das Spiel, aber es ist noch zu weit weg. Klar ist, dass wir gegen einen starken Zweitligisten auf jeden Fall einen guten Tag benötigen. Gerade zu Hause mit unseren Fans im Rücken sind wir aber ganz bestimmt nicht chancenlos.
Autor: Peter Haidinger/MSPW
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